Jasmin-Hilfe e.V.

 

Die Jasmin-Hilfe – humanitäre Hilfe für syrische Kinder e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich insbesondere um die Kinder in den syrischen Flüchtlingscamps in der Bekaa-Ebene im Libanon kümmert. Derzeit unterstützt der Verein regelmäßig 8 Camps mit ca. 2900 Personen – die Mehrzahl davon sind Kinder. Kleine Kinder von weiteren 2 Camps werden im Winter mit Kleidung unterstützt.
Weitere Informationen unter: Über uns

Wir bitten Sie um Unterstützung:

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Für Überweisungen finden Sie unsere Kontonummer hier

Aktuelles 2020

Die Situation im Libanon wird immer schwieriger, die Banken sind häufig geschlossen, die Inflation nimmt laufend zu. Dazu kommt nun noch die Corona-Pandemie. Deshalb dürfen die Flüchtlinge die Camps nicht mehr verlassen. Somit wird ihre Ernährung immer problematischer. Der Hunger zieht in die Camps ein. Wir versuchen weiterhin alles erdenklich Mögliche, um ihnen das Leben ein wenig zu verbessern. Dabei benötigen wir Ihre Unterstützung.

Juni

  • Augenarzt
    Die Patienten werden von uns zur Augenuntersuchung zum Arzt gebracht und erhalten dann die verschriebenen Brillen.
  • Frauenkurse
    Mit einem Kurs zum Stillen haben auch die Frauenkreise wieder begonnen. Darüber hinaus haben sich 15 Frauen zum Alphabetisierungskurs angemeldet. Das freut uns besonders.

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  • Physiotherapeuten
    Endlich haben wir einen Physiotherapeuten gefunden, der 6 Kinder in ihren jeweiligen Zelten behandelt. Er wird von uns ins Camp geholt und wieder nach Hause gebracht. Unter den Patienten ist auch Nizar – der Junge im selbstgebauten Rollstuhl – der fleißig mit seinem Gehstuhl übt, den er von der Jasmin-Hilfe bekommen hat.
  • Wiederbeginn des Unterrichts
    Das wichtigste Ereignis für die Kinder ist: der Unterricht beginnt wieder. Wir sind überrascht, wie unterschiedlich die Kinder in den einzelnen Camps das Lockdown der Pandemie verkraftet haben. Die einen haben noch alles Gelernte parat, haben ihre Hefte gepflegt und freuen sich, dass es endlich wieder was zu Lernen gibt. Die anderen hingegen haben alles verlernt, ihre Hefte sind verschwunden oder verschmutzt. Gerade diese Kinder verdienen unsere ganze Aufmerksamkeit und wir sehen, wie wichtig es ist, dass sie ununterbrochen Unterricht und unsere Unterstützung brauchen, damit sie nicht völlig abgehängt werden. Ihre Eltern oder ihre Mütter können ihnen beim Lernen selten helfen.

    Neue Hefte werden verteilt und es werden fleißig Hausarbeiten erledigt

IMG-20200610-WA0005Die Kinder aus dem Camp 35 haben sich aufgestellt, um zu demonstrieren, dass auch sie sich Unterricht benötigen. Nach Rücksprache mit unseren Lehrerinnen werden sie in unser Programm aufgenommen. Niemals hätten wir diesen wißbegierigen Kindern es verweigern können.
  • Die Ambulanz wird nach der langen Schließung geschrubt und die Wassserleitung repariert.

Mai

  • Unser Arzt Dr. Assam unterstützt uns auch der Ferne weiterhin mit Ratschlägen, Medikamentenvorschlägen etc.
  • Zum Eid-Fest verteilen wir wieder Nahrungsmittel: Die Pakete enthalten Reis, Trockenmilch, Zucker, Butter, Datteln, Halawa und gemischtes Gbäck, damit die Kinder auch etwas Süßes bekommen.
  • Ab dem 7. Mai verteilen wir zusätzlich einen Beutel mit Datteln.
  • Wir verteilen weiterhin 3x wöchentlich Brot und Joghurt. Dabei werden der Sicherheitsabstand und die Hygienevorschriften eingehalten.

    April

  • Aufgrund der oben geschilderten schwierigen Situation haben wir uns entschieden, zusätzlich dreimal in der Woche Brot und Joghurt zu verteilen.
  • Die Lebensmittelpakete werden in den Camps und bei einzelnen isoliert lebenden Flüchtlingen verteilt. Unsere Mitarbeiter berücksichtigen dabei die Hygiene- und Abstandsregeln. Somit verzichten wir bei dieser Verteilung auf die Quittierung durch die Flüchtlinge. Abdallah, unser Mitarbeiter, führt aber weiterhin die Listen, die dann von dem jeweiligen Vorsteher eines Camps für die Familien quitiert. Jede Familie bekommt einen weißen und einen schwarzen Sack, dazu einen Beutel Datteln. Die Pakete werden aufgestellt, die Familien aufgerufen und holen sich ihre Ration. Somit kommt es zu keinem direkten Kontakt.

 März

  • In Zeiten des CoronaVirus hat die Jasmin-Hilfe spontan entschieden, eine Sonderverteilung vorzunehmen: jede Familie in unseren Camps erhält einen Eimer mit Hygiene-Artikel, Desinfektionsmittel, Wäscheleinen (damit die Wäsche nicht auf der Erde oder den Zelten liegen) und Handtücher . Unsere Mitarbeiterin und Mitarbeiter klären die Frauen auf, was sie wie benutzen sollen.
  • die Vorbereitungen für die Lebensmittelverteilung zu Ramadan sind angelaufen. Die Lebensmittel werden abgewogen und verpackt. Anschließend werden die einzelnen Rationen zusammengestellt – in einen weißen und einen schwarzen Sack.

Februar – ein arbeitsintensiver Monat

  • medizinische Versorgung:
    • eine dringende Augen-Operation (Gefahr der Erblindung) wird finanziert
    • ärztliche Diagnosen für 2 behinderte Kinder werden eingeholt, um eventuelle Operationen zu organisieren.
  • Bildung: für die Kinder in zwei weiteren Camps wird der Unterricht aufgenommen
  • Heizöl: nochmals wird mit Unterstütung von „Muslime helfen“ Heizöl verteilt.
  • Camp 045: bei unserem Besuch im Herbst 2019 hatten wir diesem Camp Hilfe zugesagt. Wege werden befestigt, Böden betoniert und neue Planen verarbeitet.
  • Camp 002/006: nach erneutem Sturm müssen Planen ausgebessert bzw. ersetzt werden.
  • Camp 007 Jedeita: die Wege werden ausgebessert
  • Alphabetisierungsmaßnahmen werden mit den sehr engagierten Frauen erfolgreich fortgeführt
  • Befestigung des Weges zwischen den Camps 094 und Shaher. Die Gemeinde stellt die Geräte zur Verfügung, die Jasmin-Hilfe e.V. kauft die Materialien.

Nun können die Versorgungslaster z.B. für Frischwasser die Camps wieder
anfahren.

  • Soforthilfe: im Camp Jarahieha brennt neben der Ambulanz ein Zelt teilweise ab.

    An- und abgebrannte Hölzer werden ersetzt, ebenso Planen.

Januar

  • In der Ambulanz startet ein Alphabetisierungsprogamm für die Frauen aus dem Camp Jarahiah. Wir beginnen mit 19 Frauen, die sich als erste angemeldet haben. Unterrichtet werden sie von einer Fachfrau mit Unterstützung eines junges Mannes.
  • Nochmals wird mit finanzieller Unterstützung von „Muslime Helfen“ Heizöl verteilt.

Aktuelles 2019

November/Dezember

  • Ambulanz
    Unser Arzt ist nach Frankreich ausgereist. So sehr wir seinen Weggang bedauern, so sehr freuen wir uns mit ihm, dass nun seine Familie wieder zusammen ist. Mit ihm verliert die Jasmin-Hilfe e.V. einen hervorragenden  Arzt, einen einfühlsamen Menschen und einen Freund. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet und wünschen ihm viel Glück in der neuen Heimat.
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  • Heizöl – die Frauen sammeln schon Holz. Aber Dank der Unterstützung von „Muslime helfen“ können wir unsere Camps mit Heizöl versorgen
  • In allen Camps wird der Unterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch fortgesetzt:
    Rechnen

arabische Schriftzeichen und lateinische Buchstaben lernen

Englisch lernen

den Kleinen wird vorgelesen

  • Im Waisenhaus basteln die Jungs mit den Legosteinen, die wir im September mitgebracht haben.

Und zeigen dann stolz ihre Ergebnisse

  • Im Camp 94 und Halabiya werden die von Termiten zerfressenen Hölzer ausgewechselt, Planen erneuert und die Fussböden befestigt.
  • Zwei Mädchen bekommen ihre neuen Brillen
  • In 004 wird der Brunnen repariert

Oktober

Bildung: Die Lehrerinnen lassen sich viel einfallen, damit die Kindern auch Spaß beim Lernen haben. Aber es wird auch ernsthaft gelernt und geprüft.

  • Rays of Hope: Sie erarbeiten ein Theaterstück über den Frühling
  • Farid: Englischtest

Die ersten Arbeiten, die wir bei der Reise beschlossen haben, werden ausgeführt.

  • Camp 94: die ersten Böden werden ausgebessert und neue Planen angebracht. Die Bewohner helfen fleißig mit.
  • Camp Rays of hope: die neuen Bauhölzer werden angeliefert und verbaut.

Die alten Hölzer waren von Termiten oder anderen Insekten zerfressen.

  •  Nizar hat sich keinen Rollstuhl ausgesucht, ihm genügt sein alter. Er will ein Laufgestell und er freut sich riesig darüber. Auch wir sind glücklich.
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Reise zweier Vorstandsdamen vom 21.-27. September in den Libanon

Leider kann uns unsere 1. Vorsitzende M. Abbara aus gesundheitlichen Gründen nicht begleiten.  Aber diesmal sind wir „international“ unterwegs, da wir von 3 Mitgliedern des Teams „Original Play“ unterstützt werden. Somit sind nicht nur Kuweit und Deutschland vertreten, sondern auch Griechenland, Bahrein und Österreich.

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von links: Nouraini (Bahrein), Soumaya (Kuweit), Armin (Österreich), Angela (Griechenland), Ingrid (Deutschland)

21. September – Anreise

22. September

  • Spielen und Lernen im Camp „Rays of hope„. Wie imer werden wir freudig begrüßt, ein Zelt ist bereits für das Spielen mit Nouraini,  Angela und Armin von „Original Play“ vorbereitet und die Kinder warten sehr gespannt. Denn hier spielen wir zum 1. Mal.

    Mit Bechern und Stiften werden Zahlen und Zählen geübt. Die meisten dieser Kinder haben noch nie eine Schule von innen gesehen. Viele Eltern insbesondere die Mütter sind Analphabeten.

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Auf dem Becher steht jeweils eine Zahl, davor liegen eine Vielzahl von Stiften. Die Lehrerin sucht einen Becher aus und das jeweilige Kind muss – entspechend der Zahl – Stifte in den Becher stecken und sie anschließend noch einmal durchzählen. Das gelingt noch nicht allen Kindern, aber die Lehrerin ist sehr geduldig und liebevoll. Und die Kinder wollen lernen!
Wir gehen noch durch das Camp, um zu schauen, was noch vor dem Winter zu tun ist.

Neue Zeltplanen werden dringend benötigt – hier nur 2 Beispiele dafür.
Ihre alte Nähmaschine funktioniert nicht mehr, sie hätte gerne eine neue und möchte anderen Frauen aus dem Camp das Nähen beibringen. Wir halten das für eine gute Idee und werden nach einer Lösung suchen.

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  • Farid – auch hier müssen Planen ersetzt werden. Wir werden beim Gang durch das Camp von vielen begleitet. Zum Abschied gibt es ein gemeinsames Foto
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  • Auf Wunsch einer Großfamilie (44 Personen – davon allein 35 Kinder) besuchen wir ihr Camp, das direkt neben „Rays of hope“ liegt. Sie haben bislang keinerlei Hilfe – auch nicht von uns – bekommen. Ihr Camp ist wirklich in einem bedauernswerten Zustand, das Deckenholz ist zum großen Teil verschimmelt, die Planen zerrissen, überall liegt etwas herum:

Wir können noch keine Hilfe zusagen, erst müssen wir „unsere“ Camps versorgen. Wenn dann noch Geld vorhanden ist, ….

23. September

Wir fahren nach Tripoli zu den Waisenhäusern. Das große Haus, dass wir in der Regel besuchen, wird mittlerweile von einer anderen Organisation, die bislang im Nachbargebäude war, genutzt. Das Waisenhaus kann die plötzlich extrem erhöhte Miete nicht mehr aufbringen. Honi soit qui mal y pense! So fahren wir in das Haus Nr 1, hier ist nun auch die Küche und die Schneiderei unterbracht. Für die Kinder und Witwen aus dem großen Haus sind in 2 Häusern Wohnungen angemietet. Nicht nur das dies preiswerter ist, sie haben so auch mehr Privatsphäre.
Natürlich werden wir wieder mit einer Darbietung begrüßt. Anschließend wird draußen gespielt.

Wir überreichen dem Leiter des Waisenhauses Llegosteine und weitere Spielsachen. Ebenso haben wir weitere Flöten mitgebracht. Anschließend übergeben wir ihm $2.000.

Nouraini hat Öle zur Behandlung bei Schmerzen und Erkältungen mitgebracht und erläutert sie der Lehrerin, die eigentlich aber Apothekerin ist.

Auf den Fläschchen wurde extra eine arabische Beschriftung vorgenommen:
„Bei Schmerzen und Hals- und Entzündungen für Kinder 2 Tropfen unter dem Fuss, auf den Nacken und die Wirbelsäule. Für Erwachsene 5 Tropen. Alle 4 Stunden.“
Dann fahren wir zu den neuen Wohnungen. Eine Nachbarwohnung ist für die Kinder von besonderem Interesse. Das dort wohnende Ehepaar (gehört nicht zum Waisenhaus) züchtet Hunde und haben gerade eine Vielzahl von Welpen bekommen. Wir spielen auf dem Hof, müssen es aber bald wegen der Dunkelheit aufgeben. Die Kinder sind ein wenig enttäuscht. Aber wir werden ja wiederkommen.

24. September

In dem Camp Halabiya ist ein Raum schon vorbereitet und die Kinder sind sehr aufgeregt . Auch hier spielen wir zum ersten Mal. Es wird nacheinander mit 4 Gruppen je nach Altersstufe gespielt.

25. September

Während in dem einen Raum gespielt wird, hält unser Arzt in einem anderen eine Sprechstunde ab, kontrolliert Medikamente und die jeweilige Einnahme, untersucht Patienten, einige müssen ins Krankenhaus gefahren werden, um geröntgt zu werden.
Wir besuchen die junge Familie, die zwei kranke Kinder hat – dem jungen fehlt ein Oberschenkel und das Mädchen kann nicht laufen. Nouriani zeigt der Mama, wie sie ihrem Mädchen mit Massage helfen kann.

Wir fahren ins Camp 006. Die Kinder kommen uns schon auf dem Feldweg entgegengelaufen. Im Camp selbst stellen sie sich brav in Reih und Glied auf. Das haben wir noch nie bei ihnen gesehen. Der Einfluß der Lehrerinnen macht sich wohltuend bemerkbar. Wie immer wird im Zelt des Vorstehers gespielt.

Während die Kinder in diversen Gruppen spielen, gehen wir durch das Camp. Wir werden von einem Augenarzt begleitet, der sich angeboten hat, uns zu helfen. Er wird in einer Praxi die notwendigen Untersuchungen durchführen, die ambulant nicht zu machen sind.
Am Brunnen sind Reparaturen an den Wänden notwendig, auch etliche Planen müssen ersetzt werden.

Diese zwei Kinder und ihre 3 Geschwister haben vor kurzem ihren Vater durch einen Herzinfarkt verloren. Sie brauchen Unterstützung.

Aber wir sehen auch Erfreuliches – ein großer Teil der Bewohner versucht, das Camp zu verschönern.

Leider wird auch hier – wie fast überall im gesamten Libanon – der Müll nicht mehr abgeholt. Hier sind wir jedoch machtlos und können nur hoffen, dass dieser Mißstand bald behoben wird.IMG_20190925_123424
Abends öffnen wir mehrere Kisten mit Büchern und Spielen, die uns gespendet wurden. Wir sind begeistert von der hohen Qualität dieser Geschenke. Somit haben die  Lehrerinnen wieder zusätzliches Material für die Kinder zum Lesen und zum Lernen.

26. September

Heute wird auch in Al Mais das erste Mal gespielt – auch hier wurde ein Zelt dafür leergeräumt.

In mehreren Gruppen wird gespielt.

Als die vorletzte Gruppe dran ist, wird Nizar in das Zelt gefahren. Nizar wurde bei seiner Geburt im Krankenhaus fallen gelassen und ist seitdem spatisch gelähmt und sitzt in dem vom Vater gebastelten „Rollstuhl“. Wir sind gespannt, wie und ob Nizar mitspielt.

Nizar hat richtig Spaß und teilt dies auf seine Art mit und darf bis zum Schluß dabei sein. Als wir schon wieder zu Hause sind, teilt uns sein Vater mit, dass er vor lauter Freude bis nachts um 3 Uhr nicht schlafen konnte.
Mit der letzten Gruppe kommt ein 11jährigess Mädchen dazu, sie setzt sich direkt neben Nizar. Wir fragen, ob sie seine Schwester sei. Nein, ich bin seine Freundin. Und dieses Mädchen versetzt uns in Erstaunen, sie verständigt sich mit Nizar ohne Worte, weiß was er will und was nicht. Es ist so rühend zu sehen, wie ein Kind´mit der größten Selbstverständlichkeit mit Nizar umgeht. Wir können viel von ihr lernen.

Danach besprechen wir mit dem Vater, dass wir Nizar einen Rollstuhl finanzieren. Er soll mit Nizar einen aussuchen.
Ein kleiner Junge wird uns gezeigt, der schon einige OPs hinter sich hat, seine Narben sehen so furchtbar aus, als hätten Laien sie durchgeführt. Auch ist er z.T. sehr verkrampft. Naouraine zeigt auch hier der Mutter, wie diese mit Massagen lösen kann. Wir sind nicht sicher, ob er überhaupt hören und sehen kann. Unser Arzt muss sich ihn mal anschauen.

Zum Abschluß machen wir noch einen Besuch im Camp 94. Auch hier müssen Planen und Fussböden ausgebessert werden. Außerdem leiden sie unter Rattenbefall, was natürlich auch mit dem nichtabgeholten Müll zusammenhängt. Wir werden uns schlau machen, wie wir die Ratten auch ohne Gift bekämpfen können.

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Welch ein Tag und Reise geht zu Ende!
27. September – Abreise

Juni

Bildungsprogramm

In zwei weiteren Camps startet unser Bildungsprogramm.

Zum Eid-Fest Ende Mai – Anfang Juni

Zum Eid-Fest werden in den Camps Coupons für Kleidung verteilt, die in einem Großhandel eingetauscht werden können. Dort können insbesondere Kleidung und Schuhe für die Kinder ausgesucht werden. Und die Kinder waren sehr glücklich.

Verteilung der Coupons

Großhandel

Einkleidung

Bewegungsübungen mit den Kindern

Bildungsprogramm in den einzelnen Camps im Mai
Die Kinder lernen arabisch schreiben, sie lernen Englisch und damit auch eine neue Schrift. Alle machen begeistert mit.

Reise der Vorstandsdamen in den Libanon 23.-30. April

Ein dicht gedrängtes Programm ist zu erfüllen:

  • Besichtigung und Abnahme der reparierten Zelte, der aufgeschütteten Böden und Wegen in den von den Überschwemmungen betroffenen Camps (s.u.) .
    Und Lebensmittelverteilung in den Camps 006, 094, Shaher, Rays of Hope, Farid:

Abwiegen, Verpacken und Verladen für die Ramadan-Lebensmittelverteilung:

Rays of Hope:

Farid:

Camp 006:

Shaher:

  • Verteilung von Feuerlöschern in den Camps (mit Notierung des Ausgabedatums zwecks regelmäßiger Wartung
  • Rundgang mit unserem Arzt zu kranken Kindern und Erwachsenen in den Camps. Mehrere Kinder haben haben Fehlbildungen an den Beinen, z.B. fehlt einem Kind der linke Oberschenkel. Eine OP ist möglich, wahrscheinlich nur in Europa. Ein junges Mädchen hat Rücken- und Gehprobleme – sie ist bei der Flucht 20m einen Berg heruntergefallen. Darüber hinaus ist sie traumatisiert – sie hat in Syrien die Folterei und abgeschlagene Köpfe sehen müssen. Eine Traumatisierung müssen wir bei mehreren Kindern feststellen. Ein Mann ist vom Baugerüst gefallen – seine  Wunde ist noch nicht verheilt. Der Bruch am Bein eines Jungen ist schlecht angewachsen. Er und weitere Fälle müssen zum Röntgen gefahren werden, um eine weitere Behandlung zu klären.Eine alte Frau nimmt zuviele und falsche Medikamente – der Arzt klärt sie auf. Eine frisch durch Kaiserschnitt entbundene Frau geht es schlecht, der Arzt empfiehlt dringend ein Fenster in das Zelt einzubauen, damit sie frische Luft erhält (ein paar Tage später ist durch unsere Mitarbeiter ein Schiebefenster eingebaut).
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    Von allen Kranken haben wir Fotos gemacht, die wir jedoch nicht einstellen möchten.
  • Ein konstruktives Gespräch mit dem UNHCR. Künftig wird es bei Notfällen, die außerhalb unserer Camps liegen, eine Absprache zwischen dem UNHCR und der Jasmin-Hilfe e.V. geben.
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  • Besuch der Waisenhäuser in Tripoli. Wir haben Blockflöten und Mundharmonikas mitgebracht, ebenso eine Geldspende. Wie immer werden wir mit Vorführungen begrüßt und bedankt.
  • Kontaktaufnahme mit einem Fussballverein in der Bekaa-Ebene in der Nähe unserer Camps.
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    Hier sollen die Jungen und Mädchen Fussballspielen lernen.
  • Bildungsprogramm für die Kinder in den Camps – sehr wenig gehen noch zur Schule. Das große Projekt „Back to school“ der Regierung ist gescheitert. Wir treffen uns mit 3 jungen Frauen – ausgebildete Lehrerinnen und besprechen das Vorgehen. Ihre Vorstellungen gefallen uns sehr gut und wir stellen sie ein.

 im Camp Taanayel

Am 23. März brennen in diesen Camp 6 Zelte komplett ab, 12 weitere Zelte werden erheblich beschädigt. Auch wenn dieses Camp nicht zu unserem Betreuungsbereich gehört, leisten wir – unterstützt durch eine gezielte Spende aus Kuweit – sofortige Nothilfe.

Bauholz und Planen werden gekauft und gemeinsam mit den Bewohnern kann der Wiederaufbau bzw. die Reparaturen beginnen.

Die Gerüste stehen, jetzt werden die Böden erneuert.

Nun werden die Planen angebracht

Fertig!

Unwetter

Februar / März

Kaum sind die Schäden des Unwetters  Anfang Januar beseitigt, trifft ein erneutes Untwetter die Bekaa-Ebene, gestern am 28. Februar wird das Camp Shaher überflutet.

Besonders dramatisch ist, dass die Abwasserkanäle das Camp überflutet haben. Wir müssen dafür sorgen, dass es dadurch nicht zu schweren Infektionen kommt.

Unser Team vor Ort wird noch heute (am 1. März) die Familien in dem Camp mit Brot, Laban (ein Sauermilchprodukt) und Dosenwurst versorgen, da auch die Lebensmittel durch das Wasser verdorben sind.
Die Lebensmittel sind gekauft, verpackt und werden sofort verteilt.

Der Inhalt der Pakete

Januar

Am 8./9. Januar überzieht ein Unwetter den Nahen Osten. Sturm, Schneefälle und starke Regenfälle lassen Flüsse über die Ufer treten und verwandeln Straßen in Schlammflüsse. Besonders betroffen ist die Bekaa-Ebene, wo sich auch die syrischen Flüchtlingscamps befinden, die von der Jasmin-Hilfe e.V. betreut werden. Insbesondere die Gegend um Bar Elias wird überschwemmt.  Das Camp 062 Al Farid, das wir bislang nicht unterstützt haben, liegt am tiefsten Punkt der Bekaa-Ebene und ist somit als erstes überschwemmt. Eine Soforthilfe ist aus unserer Sicht dringend notwendig.

Zunächst kaufen wir eine Pumpe und einen 50m langen Schlauch, um die Zelte vom Wasser zu befreien, dann werden die Wege mit Kies aufgeschüttet, damit die Fahrzeuge zu den Zelten gelangen.

Nach dem Trocknen werden die Zeltböden angehoben (an einem Ort bis zu 40 cm), mit Kies, Sand und Zement befestigt. Neue Planen sollen nun vor Regen schützen.

Nach getaner Arbeit sieht es so im Camp aus

Ein guter Artikel zu dem Unwetter in der Bekaa-Ebene im Januar 2019 in der TAZ.

Aktuelles Herbst/Winter 2018

Ende 2018 werden wir auf ein kleines Camp in der Gemeinde Al Marj aufmerksam, dass offensichtlich keinerlei Unterstützung erhält. 30 Familien leben in 15 Behausungen, die den Namen Zelt nicht verdienen. Es ist das Camp 030, das wir „Rays of Hope“ nennen.

Wir beschließen Kies, Sand und Zement für die Böden zu kaufen, sowie Bauholz und Planen für neue Zelte.
Nach Beendigung der Arbeit sieht das Camp jetzt so aus – und trägt unseren Namen zu Recht „Hoffnungsstrahlen“.

Winterhilfe 2018/2019
Auch in diesem Winter haben wir Wege in den einzelnen Camps winterfest gemacht. Da die Gelände auf dem die Camps stehen, landwirtschaftliche Flächen sind bzw. waren, sacken die aufgebrachten Schotter- und Kiesmaterialen nach und nach in das Erdreich, so dass sie die Wege regelmäßig ausgebessert werden müssen. So auch in dem neu betreuten Camp 159 Al Mais.

Auch die Zeltplanen werden durch Hitze als auch durch die Kälte brüchig. Wo es notwendig ist, erneuern wir diese vor dem Winter – auch in diesem Winter. Gegen die Unwetter sind sie jedoch nicht gefeit. In den Camps werden bei etlichen ZeltenPlanen erneuert und befestigt, so auch im Camp 022 Halabiya.
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Wiederum haben wir Öfen und Heizöl in den einzelnen Camps verteilt, wie hier im Camp 06.

Eine doppelte Hilfe ist auch in diesem Winter, dass wir wieder die Frauen in den Waisenhäusern in Tripoli 661 Pullover für die Kinder bis 12 Jahren im Camp Jarahiya haben stricken lassen. So haben auch die Witwen eine kleine Unterstützung erhalten.

Goethe-Institut
Nach der Sommerpause ist zu Ende. Eine ansteckende Hautkrankheit bei den Kindern, die unser Arzt behandelt und Medikamenten versorgt hat, ist abgeklungen. Besucht der BibBus des Goethe-Instituts wieder das Camp 006 Rasheed. Spielerisch beim Basteln und Vorlesen lernen die Kinder sich eine gewisse Zeit zu konzentrieren, die etwas Älteren malen. Und sie haben auch noch viel Spaß dabei. Die Mitarbeiterinnen des Goethe-Institu werden dabei von unseren Lehrerinnen unterstützt.

Verschiedenes

  • Adventsbazar in Meerbusch-Osterath der Evangelischen Gemeinde zugunsten der Jasmin-Hilfe e.V
  • Adventsbazar der German Speaking Ladies in Kuweit (GLOK). Wiederum geht ein großer Teil des Erlöses an die Jasmin-Hilfe e.V.
  • Überreichung des  Bundesverdienstkreuzes unserer 2. Vorsitzenden Soumaya El-Azem durch den Botschafter in Kuweit.

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